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•NEUES THEMA03.01.2026, 11:42 Uhr
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• US-Angriffskrieg gegen Venezuela
jW:
Online Extra
03.01.2026, 11:01:46 / Ausland
Venezuela
US-Angriffskrieg gegen Venezuela
Luftangriffe auf Caracas und andere Landesteile. PrÀsident Maduro laut Trump in US-Gefangenschaft
Von Nick Brauns
Die USA haben mit Luftangriffen einen einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Venezuela begonnen. Der venezolanische PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro sei gefangen genommen und aus dem Land geflogen worden, behauptete US-PrĂ€sident Donald Trump am frĂŒhen Samstag auf Sozialen Medien, nachdem er bestĂ€tigt hatte, dass die US-StreitkrĂ€fte einen »groĂ angelegten Angriff gegen Venezuela und seinen FĂŒhrer« durchgefĂŒhrt hĂ€tten. Auch Maduros Frau sei gefangen genommen worden. Von venezolanischer Seite liegt bislang keine BestĂ€tigung fĂŒr die Verschleppung des PrĂ€sidenten vor.
In der Nacht auf Samstag wurde die Hauptstadt Caracas nach Luftangriffen von mehreren Explosionen erschĂŒttert. Die Angriffe galten offenbar unter anderem einer Luftwaffenbasis im Gebiet La Carlota und einem MilitĂ€rkomplex im SĂŒden der Stadt. Auch in der nördlichen KĂŒstenstadt La Guaira kam es zu Explosionen. Es gibt bisher keine verlĂ€sslichen Angaben zu Toten, Verletzten oder zur Zerstörung militĂ€rischer und ziviler Infrastruktur.
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte wiederholt mit einem Angriff auf das sĂŒdamerikanische Land gedroht. Ziel der US-Regierung ist der Sturz der linksgerichteten Regierung Maduro, um die groĂen Erdölreserven des Landes rauben zu können. Die USA haben bereits in den letzten Monaten ihre Flotten- und MilitĂ€rprĂ€senz rund um Venezuela unter dem Vorwand, gegen Drogenschmuggel vorgehen zu wollen, erheblich verstĂ€rkt. Bei Dutzenden Angriffen des US-MilitĂ€rs auf angebliche Drogenschmugglerboote wurden dabei bereits ĂŒber 100 Menschen getötete. Im Rahmen einer von den USA verhĂ€ngten »Blockade« fĂŒr venezuelanisches Ăl, die auch das sozialistische Kuba schwer trifft, haben US-Truppen zudem Ăltanker gekapert und entfĂŒhrt. (jW)
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Online Extra
03.01.2026, 11:01:46 / Ausland
Venezuela
US-Angriffskrieg gegen Venezuela
Luftangriffe auf Caracas und andere Landesteile. PrÀsident Maduro laut Trump in US-Gefangenschaft
Von Nick Brauns
Die USA haben mit Luftangriffen einen einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Venezuela begonnen. Der venezolanische PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro sei gefangen genommen und aus dem Land geflogen worden, behauptete US-PrĂ€sident Donald Trump am frĂŒhen Samstag auf Sozialen Medien, nachdem er bestĂ€tigt hatte, dass die US-StreitkrĂ€fte einen »groĂ angelegten Angriff gegen Venezuela und seinen FĂŒhrer« durchgefĂŒhrt hĂ€tten. Auch Maduros Frau sei gefangen genommen worden. Von venezolanischer Seite liegt bislang keine BestĂ€tigung fĂŒr die Verschleppung des PrĂ€sidenten vor.
In der Nacht auf Samstag wurde die Hauptstadt Caracas nach Luftangriffen von mehreren Explosionen erschĂŒttert. Die Angriffe galten offenbar unter anderem einer Luftwaffenbasis im Gebiet La Carlota und einem MilitĂ€rkomplex im SĂŒden der Stadt. Auch in der nördlichen KĂŒstenstadt La Guaira kam es zu Explosionen. Es gibt bisher keine verlĂ€sslichen Angaben zu Toten, Verletzten oder zur Zerstörung militĂ€rischer und ziviler Infrastruktur.
US-PrĂ€sident Donald Trump hatte wiederholt mit einem Angriff auf das sĂŒdamerikanische Land gedroht. Ziel der US-Regierung ist der Sturz der linksgerichteten Regierung Maduro, um die groĂen Erdölreserven des Landes rauben zu können. Die USA haben bereits in den letzten Monaten ihre Flotten- und MilitĂ€rprĂ€senz rund um Venezuela unter dem Vorwand, gegen Drogenschmuggel vorgehen zu wollen, erheblich verstĂ€rkt. Bei Dutzenden Angriffen des US-MilitĂ€rs auf angebliche Drogenschmugglerboote wurden dabei bereits ĂŒber 100 Menschen getötete. Im Rahmen einer von den USA verhĂ€ngten »Blockade« fĂŒr venezuelanisches Ăl, die auch das sozialistische Kuba schwer trifft, haben US-Truppen zudem Ăltanker gekapert und entfĂŒhrt. (jW)
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•NEUER BEITRAG03.01.2026, 11:46 Uhr
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Erste offizielle ErklÀrung der Bolivarischen Regierung Venezuelas zum militÀrischen Angriff der USA auf Venezuela:
Die Bolivarische Republik Venezuela lehnt die Ă€uĂerst schwerwiegende militĂ€rische Aggression der derzeitigen Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika gegen das venezolanische Territorium und die Bevölkerung in den zivilen und militĂ€rischen Bezirken der Hauptstadt Caracas sowie in den Bundesstaaten Miranda, Aragua und La Guaira ab, verurteilt sie und bringt sie vor der internationalen Gemeinschaft zur Anklage. Diese Handlung stellt einen flagranten VerstoĂ gegen die Charta der Vereinten Nationen dar, insbesondere gegen die Artikel 1 und 2, die die Achtung der SouverĂ€nitĂ€t, die Rechtsgleichheit der Staaten und das Verbot der Anwendung von Gewalt verankern. Eine solche Aggression bedroht den internationalen Frieden und die internationale StabilitĂ€t, insbesondere in Lateinamerika und der Karibik, und gefĂ€hrdet das Leben von Millionen von Menschen.
Das Ziel dieses Angriffs ist nichts anderes als die Aneignung der strategischen Ressourcen Venezuelas, insbesondere seines Erdöls und seiner BodenschĂ€tze, um die politische UnabhĂ€ngigkeit des Landes mit Gewalt zu brechen. Sie werden keinen Erfolg haben. Nach mehr als zweihundert Jahren UnabhĂ€ngigkeit stehen das Volk und seine legitime Regierung weiterhin fest auf der Seite der SouverĂ€nitĂ€t und des unverĂ€uĂerlichen Rechts, ĂŒber ihr eigenes Schicksal zu entscheiden. Der Versuch, einen Kolonialkrieg zu fĂŒhren, um die republikanische Regierungsform zu zerstören und einen »Regimewechsel« zu erzwingen, wird wie alle bisherigen Versuche scheitern.
Seit 1811 hat Venezuela Imperien bekĂ€mpft und besiegt. Als 1902 auslĂ€ndische MĂ€chte unsere KĂŒsten bombardierten, erklĂ€rte PrĂ€sident Cipriano Castro: »Die unverschĂ€mte Einmischung von AuslĂ€ndern hat den heiligen Boden des Vaterlandes entweiht.« Heute erhebt sich das venezolanische Volk mit der Moral BolĂvars, Mirandas und unserer Befreier erneut, um seine UnabhĂ€ngigkeit gegen die imperiale Aggression zu verteidigen.
Auf die StraĂe!
Die bolivarische Regierung ruft alle sozialen und politischen KrĂ€fte des Landes dazu auf, MobilisierungsplĂ€ne zu aktivieren und diesen imperialistischen Angriff zurĂŒckzuweisen. Das venezolanische Volk und seine Nationalen Bolivarischen StreitkrĂ€fte sind in perfekter Fusion von Bevölkerung, MilitĂ€r und Polizei im Einsatz, um die SouverĂ€nitĂ€t und den Frieden zu gewĂ€hrleisten. Gleichzeitig wird die bolivarische Friedensdiplomatie entsprechende Beschwerden vor dem UN-Sicherheitsrat, dem GeneralsekretĂ€r dieser Organisation, der CELAC und der MNOAL vorbringen und eine Verurteilung und Rechenschaftspflicht der US-Regierung fordern.
PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro hat angeordnet, dass alle nationalen VerteidigungsplĂ€ne zum richtigen Zeitpunkt und unter den richtigen UmstĂ€nden umgesetzt werden, unter strikter Einhaltung der Bestimmungen der Verfassung der Bolivarischen Republik Venezuela, des Organgesetzes ĂŒber AusnahmezustĂ€nde und des Organgesetzes ĂŒber nationale Sicherheit.
In diesem Sinne hat PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro einen Erlass unterzeichnet, mit dem der Ausnahmezustand im gesamten Staatsgebiet ausgerufen wird, um die Rechte der Bevölkerung und das uneingeschrĂ€nkte Funktionieren der republikanischen Institutionen zu schĂŒtzen und unverzĂŒglich zum bewaffneten Kampf ĂŒberzugehen. Das gesamte Land muss sich aktivieren, um diese imperialistische Aggression zu besiegen.
Ebenso hat er den sofortigen Einsatz des Kommandos fĂŒr die integrale Verteidigung der Nation und der integralen Verteidigungsorgane in allen Bundesstaaten und Gemeinden des Landes angeordnet.
In strikter Einhaltung von Artikel 51 der UN-Charta behĂ€lt sich Venezuela das Recht vor, legitime VerteidigungsmaĂnahmen zum Schutz seines Volkes, seines Territoriums und seiner UnabhĂ€ngigkeit zu ergreifen. Wir rufen die Völker und Regierungen Lateinamerikas, der Karibik und weltweit dazu auf, sich aktiv solidarisch gegen diese imperialistische Aggression zu zeigen.
Wie Oberbefehlshaber Hugo ChĂĄvez FrĂas sagte: »Bevor neue Schwierigkeiten auftreten, egal wie groĂ sie auch sein mögen, ist die Antwort jedes Patrioten ... Einheit, Kampf und Sieg.«
Caracas, 3. Januar 2025
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Erste offizielle ErklÀrung der Bolivarischen Regierung Venezuelas zum militÀrischen Angriff der USA auf Venezuela:
Die Bolivarische Republik Venezuela lehnt die Ă€uĂerst schwerwiegende militĂ€rische Aggression der derzeitigen Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika gegen das venezolanische Territorium und die Bevölkerung in den zivilen und militĂ€rischen Bezirken der Hauptstadt Caracas sowie in den Bundesstaaten Miranda, Aragua und La Guaira ab, verurteilt sie und bringt sie vor der internationalen Gemeinschaft zur Anklage. Diese Handlung stellt einen flagranten VerstoĂ gegen die Charta der Vereinten Nationen dar, insbesondere gegen die Artikel 1 und 2, die die Achtung der SouverĂ€nitĂ€t, die Rechtsgleichheit der Staaten und das Verbot der Anwendung von Gewalt verankern. Eine solche Aggression bedroht den internationalen Frieden und die internationale StabilitĂ€t, insbesondere in Lateinamerika und der Karibik, und gefĂ€hrdet das Leben von Millionen von Menschen.
Das Ziel dieses Angriffs ist nichts anderes als die Aneignung der strategischen Ressourcen Venezuelas, insbesondere seines Erdöls und seiner BodenschĂ€tze, um die politische UnabhĂ€ngigkeit des Landes mit Gewalt zu brechen. Sie werden keinen Erfolg haben. Nach mehr als zweihundert Jahren UnabhĂ€ngigkeit stehen das Volk und seine legitime Regierung weiterhin fest auf der Seite der SouverĂ€nitĂ€t und des unverĂ€uĂerlichen Rechts, ĂŒber ihr eigenes Schicksal zu entscheiden. Der Versuch, einen Kolonialkrieg zu fĂŒhren, um die republikanische Regierungsform zu zerstören und einen »Regimewechsel« zu erzwingen, wird wie alle bisherigen Versuche scheitern.
Seit 1811 hat Venezuela Imperien bekĂ€mpft und besiegt. Als 1902 auslĂ€ndische MĂ€chte unsere KĂŒsten bombardierten, erklĂ€rte PrĂ€sident Cipriano Castro: »Die unverschĂ€mte Einmischung von AuslĂ€ndern hat den heiligen Boden des Vaterlandes entweiht.« Heute erhebt sich das venezolanische Volk mit der Moral BolĂvars, Mirandas und unserer Befreier erneut, um seine UnabhĂ€ngigkeit gegen die imperiale Aggression zu verteidigen.
Auf die StraĂe!
Die bolivarische Regierung ruft alle sozialen und politischen KrĂ€fte des Landes dazu auf, MobilisierungsplĂ€ne zu aktivieren und diesen imperialistischen Angriff zurĂŒckzuweisen. Das venezolanische Volk und seine Nationalen Bolivarischen StreitkrĂ€fte sind in perfekter Fusion von Bevölkerung, MilitĂ€r und Polizei im Einsatz, um die SouverĂ€nitĂ€t und den Frieden zu gewĂ€hrleisten. Gleichzeitig wird die bolivarische Friedensdiplomatie entsprechende Beschwerden vor dem UN-Sicherheitsrat, dem GeneralsekretĂ€r dieser Organisation, der CELAC und der MNOAL vorbringen und eine Verurteilung und Rechenschaftspflicht der US-Regierung fordern.
PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro hat angeordnet, dass alle nationalen VerteidigungsplĂ€ne zum richtigen Zeitpunkt und unter den richtigen UmstĂ€nden umgesetzt werden, unter strikter Einhaltung der Bestimmungen der Verfassung der Bolivarischen Republik Venezuela, des Organgesetzes ĂŒber AusnahmezustĂ€nde und des Organgesetzes ĂŒber nationale Sicherheit.
In diesem Sinne hat PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro einen Erlass unterzeichnet, mit dem der Ausnahmezustand im gesamten Staatsgebiet ausgerufen wird, um die Rechte der Bevölkerung und das uneingeschrĂ€nkte Funktionieren der republikanischen Institutionen zu schĂŒtzen und unverzĂŒglich zum bewaffneten Kampf ĂŒberzugehen. Das gesamte Land muss sich aktivieren, um diese imperialistische Aggression zu besiegen.
Ebenso hat er den sofortigen Einsatz des Kommandos fĂŒr die integrale Verteidigung der Nation und der integralen Verteidigungsorgane in allen Bundesstaaten und Gemeinden des Landes angeordnet.
In strikter Einhaltung von Artikel 51 der UN-Charta behĂ€lt sich Venezuela das Recht vor, legitime VerteidigungsmaĂnahmen zum Schutz seines Volkes, seines Territoriums und seiner UnabhĂ€ngigkeit zu ergreifen. Wir rufen die Völker und Regierungen Lateinamerikas, der Karibik und weltweit dazu auf, sich aktiv solidarisch gegen diese imperialistische Aggression zu zeigen.
Wie Oberbefehlshaber Hugo ChĂĄvez FrĂas sagte: »Bevor neue Schwierigkeiten auftreten, egal wie groĂ sie auch sein mögen, ist die Antwort jedes Patrioten ... Einheit, Kampf und Sieg.«
Caracas, 3. Januar 2025
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•NEUER BEITRAG05.01.2026, 11:02 Uhr
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US-Angriffskrieg gegen Venezuela
jW heute:Kommentar
Stunde der Wahrheit
US-Ăberfall auf Venezuela
Von Volker Hermsdorf
Donald Trump hat nach dem Angriff auf Venezuela etwas getan, was westliche Staatschefs sonst vermeiden. Er verzichtete auf die Rhetorik von Menschenrechten, Demokratie oder humanitĂ€rer Verantwortung, mit der völkerrechtswidrige Interventionen oft verbrĂ€mt werden. Statt dessen erklĂ€rte er offen, worum es ging: um den Zugang zu den gröĂten bekannten Erdölreserven der Welt, um geopolitische Kontrolle und die Durchsetzung von US-Interessen in einer Region, die Washington zunehmend als Einflusszone Chinas und Russlands betrachtet. Trumps bizarre Pressekonferenz entlarvte die Doktrin »America First« am Sonnabend als das, was sie ist â eine Rechtfertigung fĂŒr militĂ€rische RaubzĂŒge zur Rohstoffsicherung. Der Bruch mit dem Völkerrecht wird dabei nicht einmal mehr geleugnet, sondern zur NormalitĂ€t erklĂ€rt. Trumps AnkĂŒndigung, die USA wĂŒrden Venezuela »fĂŒr eine gewisse Zeit regieren«, markiert eine ZĂ€sur â politisch wie rechtlich. Der Imperialismus versucht nicht einmal mehr den Anschein von Legitimation zu erwecken.
Ebenso entlarvend ist die Zustimmung durch rechtsautoritĂ€re Regierungschefs wie Javier Milei und Benjamin Netanjahu, die den US-Angriff als »historisch« oder »wegweisend« feiern. Auch Wolodimir Selenskij, der unter Berufung auf SouverĂ€nitĂ€t und Selbstbestimmung selbst militĂ€rische UnterstĂŒtzung einfordert, begrĂŒĂte den Bruch des Völkerrechts. Andere Vertreter westlicher LĂ€nder liefern diplomatische Verrenkungen, um den Aggressor nicht klar zu benennen, und demonstrieren durch komplizenhaftes Schweigen, was ihre »Werte« tatsĂ€chlich wert sind. Die vielbeschworenen Prinzipien, mit denen sonst Sanktionen und Waffenlieferungen begrĂŒndet werden, erweisen sich erneut als selektiv einsetzbar. ĂuĂerungen, die die Verantwortung umkehren und das attackierte Land gar zum TĂ€ter erklĂ€ren, rechtfertigen den völkerrechtswidrigen Angriff als Mittel der Politik.
Die Lage in Caracas ist angespannt. WĂ€hrend Washington mit weiteren MilitĂ€rschlĂ€gen droht, ruft die Vize- und derzeitige InterimsprĂ€sidentin Delcy RodrĂguez zum Widerstand auf. Die öffentlichen Auftritte der Tochter eines marxistischen Guerilleros vermitteln Geschlossenheit und Verteidigungsbereitschaft â in scharfem Kontrast zu den irritierenden ĂuĂerungen von Trump und seinem AuĂenminister Marco Rubio, sie sei zur »Kooperation« bereit. Desinformationen wie diese sollen offensichtlich die Einheit und LoyalitĂ€t der Chavistas untergraben, Unsicherheit schĂŒren und den nĂ€chsten Schritt vorbereiten. Venezuela hat eine Wahl zu treffen, die keine ist: Unterwerfung oder Eskalation. Die LĂ€nder der Welt wiederum stehen vor einer einfachen Entscheidung: Völkerrecht oder Komplizenschaft. Schweigen ist dabei keine NeutralitĂ€t. Es ist Zustimmung zur Herrschaft des StĂ€rkeren. »Es ist die Stunde der Wahrheit«, formulierte der chilenisch-spanische Politologe Marcos Roitman Rosenmann zutreffend.
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•NEUER BEITRAG05.01.2026, 11:11 Uhr
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US-Angriffskrieg gegen Venezuela
gfp heute:Koloniale Ambitionen
Bundeskanzler Merz will im US-Angriffskrieg gegen Venezuela nichts Verurteilenswertes erkennen und zeigt sich zufrieden mit der Verschleppung von PrĂ€sident Maduro. Regierungen in Afrika prangern âkoloniale Ambitionenâ der USA an.
BERLIN/WASHINGTON/CARACAS (Eigener Bericht) â Mit einer ideologischen BankrotterklĂ€rung startet die Bundesregierung ins neue Jahr. Bundeskanzler Friedrich Merz, der seit je weltweit darauf dringt, Sanktionen gegen Russland wegen dessen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu verhĂ€ngen, will im Angriffskrieg der USA gegen Venezuela und in der Verschleppung von dessen gewĂ€hltem PrĂ€sidenten nichts Verurteilenswertes erkennen. Die ârechtliche Einordnungâ des US-Ăberfalls, behauptet Merz, sei âkomplexâ. Damit verliert die Bundesregierung, die ohnehin wegen ihrer doppelten Standards international kritisiert wird, weltweit noch mehr an GlaubwĂŒrdigkeit und isoliert sich gegenĂŒber den Staaten des Globalen SĂŒdens ein weiteres StĂŒck. Aus afrikanischen LĂ€ndern zum Beispiel sind â sachlich korrekt â Ă€uĂerst kritische Stellungnahmen zu dem völkerrechtswidrigen US-Ăberfall auf Venezuela zu hören. So erklĂ€rt etwa das AuĂenministerium Ghanas, die AnkĂŒndigung von US-PrĂ€sident Donald Trump, die USA wĂŒrden Venezuela bis auf weiteres âregierenâ, erinnere âan die koloniale und imperalistische Ăraâ; âderlei koloniale Ambitionenâ sollten heute âkeinen Platz mehr habenâ. Berlin hingegen schlĂ€gt sich umstandslos auf die Seite Washingtons.
Von BootsmordenâŠ
Bereits vor ihrem Ăberfall auf Venezuela hatten die Vereinigten Staaten ihre Verbrechen gegen das Land Schritt fĂŒr Schritt intensiviert, ohne dass die Bundesregierung sich kritisch zum Vorgehen ihres militĂ€rischen VerbĂŒndeten geĂ€uĂert hĂ€tte. Vom 2. September bis zum 31. Dezember haben die US-StreitkrĂ€fte, wie aus Statistiken der New York Times hervorgeht, vor der venezolanischen KĂŒste mindestens 35 Boote bombardiert und dabei mindestens 115 Menschen ermordet.[1] Der â in keinem einzigen Fall öffentlich belegte â Pauschalvorwurf lautet, es handle sich um DrogenhĂ€ndler. Haben diese in Rechtsstaaten weltweit Anspruch auf ein ordentliches Gerichtsverfahren, ist dies in den USA mittlerweile nicht mehr der Fall. Zu den Bootsmorden auf bloĂen Verdacht kommt die Kaperung fremder Erdöltanker hinzu â unter dem Vorwand, mit den Schiffen wĂŒrden US-Sanktionen gebrochen. US-Sanktionen sind national gĂŒltig, nicht aber jenseits der US-HoheitsgewĂ€sser auf dem Meer; wer dort Tanker festsetzt, verschleppt oder gar ihre Ladung raubt, bricht internationales Recht. Hinzu kommt, dass die Trump-Administration bereits Ende November illegal den fremden Luftraum ĂŒber Venezuela fĂŒr geschlossen erklĂ€rt hat.[2] Berlin schweigt zu alledem.
⊠zum Angriffskrieg
Zu den TankerentfĂŒhrungen und den Bootsmorden kommen nun ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg und die Verschleppung eines gewĂ€hlten StaatsprĂ€sidenten sowie seiner Ehefrau hinzu. Bei dem US-Ăberfall auf Venezuela in der Nacht von Freitag auf Samstag kamen laut vorlĂ€ufigen Angaben mindestens 40 Menschen ums Leben. Die SachschĂ€den sind immens.[3] Die Trump-Administration legitimiert die Verschleppung von NicolĂĄs Maduro und von Cilia Flores mit angeblichen VerstöĂen gegen US-Recht. In Venezuela gilt venezolanisches Recht. US-PrĂ€sident Donald Trump hat am Samstag angekĂŒndigt, die USA wĂŒrden Venezuela ab sofort auf unbestimmte Zeit âregierenâ.[4] Demnach muss VizeprĂ€sidentin Delcy RodrĂguez nun âtun, was wir wollenâ; geschehe dies nicht, dann folge eine zweite Angriffswelle â ânoch gröĂer als die ersteâ.[5] Trump schlieĂt auch den Einsatz von Bodentruppen explizit nicht aus. UnabhĂ€ngig davon hat US-AuĂenminister Marco Rubio am Sonntag angekĂŒndigt, Venezuela werde von Washington weiterhin militĂ€risch unter âQuarantĂ€neâ gehalten â Tanker wĂŒrden also weiterhin festgesetzt und das Ăl, das sie transportieren, geraubt.[6] Die Trump-Administration entzieht so Venezuela und seiner Bevölkerung eine Einnahmequelle, die ĂŒberlebenswichtig ist.
âDer nĂ€chste, bitte!â
US-PrĂ€sident Trump bedroht darĂŒber hinaus drei weitere Staaten Lateinamerikas und der Karibik mit militĂ€rischen ĂberfĂ€llen. In seinem ersten Amtsjahr, das am 20. Januar vorigen Jahres begann, hat er bereits militĂ€rische Angriffe auf sieben souverĂ€ne Staaten befohlen: auf vier im Nahen und Mittleren Osten â Iran, Irak, Syrien, Jemen â, auf zwei in Afrika â Somalia, Nigeria â, nun auf Venezuela.[7] Er hat zudem mit militĂ€rischen Operationen in Panama gedroht, sollte der dortige Kanal nicht faktisch unter US-Kontrolle gestellt werden. Kanada und Grönland will er annektieren; im Falle Grönlands schlieĂt er militĂ€rische Gewalt gegen den NATO-VerbĂŒndeten DĂ€nemark nicht aus. Nun kommen Drohungen gegen Kuba, Kolumbien und Mexiko hinzu. US-AuĂenminister Rubio erklĂ€rt, wĂ€re er Regierungsmitglied in Havanna, dann wĂ€re er ernsthaft âbesorgtâ.[8] Trump warf am Samstag Kolumbiens PrĂ€sident Gustavo Petro beleglos vor, er stelle Kokain her; er mĂŒsse daher âauf seinen Arsch aufpassenâ. Zudem wĂŒrden die USA, weil Drogenkartelle in Mexiko ĂŒber zu groĂen Einfluss verfĂŒgten, âetwas mit Mexiko tunâ. Damit geht die Trump-Administration zu einer offenen Gewaltpolitik nicht mehr bloĂ gegen Venezuela, sondern gegen immer weitere Staaten Lateinamerikas ĂŒber.
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•NEUER BEITRAG05.01.2026, 11:17 Uhr
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âSolidaritĂ€t mit Venezuelaâ
Wie man auf die US-Gewaltpolitik reagieren kann, zeigen beispielhaft Stellungnahmen der Afrikanischen Union (AU) sowie einzelner afrikanischer Staaten. Die AU erklĂ€rte bereits am Samstag in einem CommuniquĂ©, sie verfolge die Entwicklung in Venezuela, darunter âdie EntfĂŒhrung des PrĂ€sidentenâ, âmit groĂer Sorgeâ. Sie bekrĂ€ftige âihr unerschĂŒtterliches Bekenntnis zu den Grundprinzipien des internationalen Rechtsâ, unterstreiche die Bedeutung der âfriedlichen Beilegung von Konfliktenâ und drĂŒcke vor allem âihre SolidaritĂ€t mit der venezolanischen Bevölkerung ausâ. Innere Konflikte in Venezuela könnten bloĂ âdurch einen inklusiven politischen Dialog zwischen den Venezolanern selbstâ beigelegt werden.[9]
âGegen Invasion, Okkupation, Kolonialismusâ
Noch deutlicher drĂŒckte sich am Sonntag das AuĂenministerium Ghanas aus. Die Regierung in Accra sei mit Blick auf die US-âInvasionâ und auf die âEntfĂŒhrungâ des PrĂ€sidenten sowie seiner Ehefrau âalarmiertâ, heiĂt es in einer Stellungnahme. Man beklage Handlungen, die die SouverĂ€nitĂ€t und die politische UnabhĂ€ngigkeit eines fremden Staats verletzten. Man registriere im Besonderen âmit groĂer Sorgeâ die Aussage von US-PrĂ€sident Trump, die USA wĂŒrden Venezuela bis auf weiteres âregierenâ. âDiese ErklĂ€rungenâ, so heiĂt es weiter in der Stellungnahme, âerinnern an die koloniale und imperialistische Ăraâ; âderlei koloniale Ambitionen sollten in der Ăra nach dem Zweiten Weltkrieg keinen Platz mehr habenâ. Ghana rufe deshalb âzu einer sofortigen Deeskalation und zur Freilassung von PrĂ€sident Maduro und seiner Ehefrauâ auf.[10] Ghanas Regierung, heiĂt es abschlieĂend, werde ihre grundsĂ€tzliche Positionierung gegen âInvasion, Okkupation, Kolonialismus, Apartheid, Missachtung der SouverĂ€nitĂ€t und alle Formen der Verletzung des internationalen Rechts bewahrenâ.
âRechtliche Einordnung: komplexâ
Im Gegensatz dazu stellt Bundeskanzler Friedrich Merz, dessen Regierung sich â wie alle deutschen Regierungen â als VorkĂ€mpferin fĂŒr das internationale Recht inszeniert, folgenden Satz an den Anfang und ins Zentrum seiner Stellungnahme âzur Situation in Venezuelaâ: âNicolĂĄs Maduro hat sein Land ins Verderben gefĂŒhrt.â[11] Er habe âmit unseligen Allianzen weltweitâ â gemeint ist Venezuelas souverĂ€ne Wahl von Kooperationspartnern wie Russland, China und Iran â âeine problematische Rolleâ gespielt. Den US-Angriffskrieg nennt Merz neutral âEinsatzâ; die Verschleppung des venezolanischen PrĂ€sidenten erwĂ€hnt er nicht. âDie rechtliche Einordnung des US-Einsatzesâ, heiĂt es in der Stellungnahme, âist komplex.â Merz rĂ€umt lediglich ohne weitere PrĂ€zisierung ein, âgrundsĂ€tzlichâ mĂŒssten âim Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts geltenâ. In Inhalt und Ton sehr Ă€hnlich sind ĂuĂerungen, die Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron, Italiens MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni, GroĂbritanniens Premierminister Keir Starmer und die AuĂenbeauftragte der EU, Kaja Kallas, getĂ€tigt haben.[12] Europa billigt damit die US-Gewaltpolitik, gegen die sich Staaten mit eigener kolonialer Leidensgeschichte wie Ghana offen auflehnen.
[...]
[1] Lazaro Gamio, Carol Rosenberg, Charlie Savage: Tracking U.S. Military Killings in Boat Attacks. nytimes.com.
[2] S. dazu Von Drohnen- zu Bootsmorden.
[3] Venezuelan Official Says at Least 40 People Were Killed in U.S. Attack. nytimes.com 03.01.2026.
[4] Jennifer Calfas: Trump Says U.S. Will Run Venezuela Until a âProperâ Transition Can Take Place. wsj.com 03.01.2026.
[5] Steven Nelson: Trump tells Post that US troops wonât be in Venezuela if Maduro VP âdoes what we wantâ: âWe have a second waveâ. nypost.com 03.01.2026.
[6] Edward Wong: The U.S. military âquarantineâ of Venezuela will remain in place, Rubio says. nytimes.com 04.01.2026.
[7] Mike Allen: 1 big thing: U.S. captures Maduro. axios.com 03.01.2026.
[8] Andrew Childers, Josephine Walker: After capturing Maduro, Trump hints at military action in Cuba, Mexico and Colombia. axios.com 03.01.2026.
[9] Communiqué on the Situation in Venezuela. au.int 03.01.2026.
[10] Ministry of Foreign Affairs: Ghana alarmed and deplores military invasion of Venezuela by the United States of America and its subsequent abduction of President NicolĂĄs Maduro and his wife. Accra, 04.01.2026.
[11] Bundeskanzler Friedrich Merz erklÀrt zur Situation in Venezuela. bundesregierung.de 03.01.2026.
[12] Die Reaktionen â China wĂŒtend ĂŒber Angriff, Selenskyj spielt auf Sturz von Putin an. spiegel.de 04.01.2026.
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âSolidaritĂ€t mit Venezuelaâ
Wie man auf die US-Gewaltpolitik reagieren kann, zeigen beispielhaft Stellungnahmen der Afrikanischen Union (AU) sowie einzelner afrikanischer Staaten. Die AU erklĂ€rte bereits am Samstag in einem CommuniquĂ©, sie verfolge die Entwicklung in Venezuela, darunter âdie EntfĂŒhrung des PrĂ€sidentenâ, âmit groĂer Sorgeâ. Sie bekrĂ€ftige âihr unerschĂŒtterliches Bekenntnis zu den Grundprinzipien des internationalen Rechtsâ, unterstreiche die Bedeutung der âfriedlichen Beilegung von Konfliktenâ und drĂŒcke vor allem âihre SolidaritĂ€t mit der venezolanischen Bevölkerung ausâ. Innere Konflikte in Venezuela könnten bloĂ âdurch einen inklusiven politischen Dialog zwischen den Venezolanern selbstâ beigelegt werden.[9]
âGegen Invasion, Okkupation, Kolonialismusâ
Noch deutlicher drĂŒckte sich am Sonntag das AuĂenministerium Ghanas aus. Die Regierung in Accra sei mit Blick auf die US-âInvasionâ und auf die âEntfĂŒhrungâ des PrĂ€sidenten sowie seiner Ehefrau âalarmiertâ, heiĂt es in einer Stellungnahme. Man beklage Handlungen, die die SouverĂ€nitĂ€t und die politische UnabhĂ€ngigkeit eines fremden Staats verletzten. Man registriere im Besonderen âmit groĂer Sorgeâ die Aussage von US-PrĂ€sident Trump, die USA wĂŒrden Venezuela bis auf weiteres âregierenâ. âDiese ErklĂ€rungenâ, so heiĂt es weiter in der Stellungnahme, âerinnern an die koloniale und imperialistische Ăraâ; âderlei koloniale Ambitionen sollten in der Ăra nach dem Zweiten Weltkrieg keinen Platz mehr habenâ. Ghana rufe deshalb âzu einer sofortigen Deeskalation und zur Freilassung von PrĂ€sident Maduro und seiner Ehefrauâ auf.[10] Ghanas Regierung, heiĂt es abschlieĂend, werde ihre grundsĂ€tzliche Positionierung gegen âInvasion, Okkupation, Kolonialismus, Apartheid, Missachtung der SouverĂ€nitĂ€t und alle Formen der Verletzung des internationalen Rechts bewahrenâ.
âRechtliche Einordnung: komplexâ
Im Gegensatz dazu stellt Bundeskanzler Friedrich Merz, dessen Regierung sich â wie alle deutschen Regierungen â als VorkĂ€mpferin fĂŒr das internationale Recht inszeniert, folgenden Satz an den Anfang und ins Zentrum seiner Stellungnahme âzur Situation in Venezuelaâ: âNicolĂĄs Maduro hat sein Land ins Verderben gefĂŒhrt.â[11] Er habe âmit unseligen Allianzen weltweitâ â gemeint ist Venezuelas souverĂ€ne Wahl von Kooperationspartnern wie Russland, China und Iran â âeine problematische Rolleâ gespielt. Den US-Angriffskrieg nennt Merz neutral âEinsatzâ; die Verschleppung des venezolanischen PrĂ€sidenten erwĂ€hnt er nicht. âDie rechtliche Einordnung des US-Einsatzesâ, heiĂt es in der Stellungnahme, âist komplex.â Merz rĂ€umt lediglich ohne weitere PrĂ€zisierung ein, âgrundsĂ€tzlichâ mĂŒssten âim Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts geltenâ. In Inhalt und Ton sehr Ă€hnlich sind ĂuĂerungen, die Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron, Italiens MinisterprĂ€sidentin Giorgia Meloni, GroĂbritanniens Premierminister Keir Starmer und die AuĂenbeauftragte der EU, Kaja Kallas, getĂ€tigt haben.[12] Europa billigt damit die US-Gewaltpolitik, gegen die sich Staaten mit eigener kolonialer Leidensgeschichte wie Ghana offen auflehnen.
[...]
[1] Lazaro Gamio, Carol Rosenberg, Charlie Savage: Tracking U.S. Military Killings in Boat Attacks. nytimes.com.
[2] S. dazu Von Drohnen- zu Bootsmorden.
[3] Venezuelan Official Says at Least 40 People Were Killed in U.S. Attack. nytimes.com 03.01.2026.
[4] Jennifer Calfas: Trump Says U.S. Will Run Venezuela Until a âProperâ Transition Can Take Place. wsj.com 03.01.2026.
[5] Steven Nelson: Trump tells Post that US troops wonât be in Venezuela if Maduro VP âdoes what we wantâ: âWe have a second waveâ. nypost.com 03.01.2026.
[6] Edward Wong: The U.S. military âquarantineâ of Venezuela will remain in place, Rubio says. nytimes.com 04.01.2026.
[7] Mike Allen: 1 big thing: U.S. captures Maduro. axios.com 03.01.2026.
[8] Andrew Childers, Josephine Walker: After capturing Maduro, Trump hints at military action in Cuba, Mexico and Colombia. axios.com 03.01.2026.
[9] Communiqué on the Situation in Venezuela. au.int 03.01.2026.
[10] Ministry of Foreign Affairs: Ghana alarmed and deplores military invasion of Venezuela by the United States of America and its subsequent abduction of President NicolĂĄs Maduro and his wife. Accra, 04.01.2026.
[11] Bundeskanzler Friedrich Merz erklÀrt zur Situation in Venezuela. bundesregierung.de 03.01.2026.
[12] Die Reaktionen â China wĂŒtend ĂŒber Angriff, Selenskyj spielt auf Sturz von Putin an. spiegel.de 04.01.2026.
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•NEUER BEITRAG05.01.2026, 11:24 Uhr
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US-Angriffskrieg gegen Venezuela
Kassioun gestern:Editorials
Posted Jan 04, 2026
Kassioun Editorial 1259: What the Venezuelan Incident Means
On the surface, what happened in Venezuela appears to be a victory for the USâthe strong, dominant power that strikes wherever and whenever it wishes and imposes its will by various means, including iron and fire, military coups, and criminality. At a deeper level, however, the real picture is exactly the opposite, and it can be discerned by considering the following coordinates:
First: The hasty assumption that the kidnapping of Maduro has established US control over Latin Americaâand the assumption that there will be no resistance to American domination, whether in Venezuela itself or across Latin Americaâis entirely false; precisely because it overlooks the continentâs history of continuous struggle against Washington, its brutality, and its plundering.
Second: American talk about drugs and dictatorship are pretexts that do not withstand any historical scrutiny and convince no oneâespecially when they come from Washington, the foremost supporter and patron of dictatorship, military regimes, and the drug trade in Latin America for an entire past century. Nor have the various American pretexts held up in the face of the declared and brazen ambitions to control Venezuelaâs vast oil and mineral wealth.
Third: The facts of life are stubborn, and parachute drops and coup landings are of no use against them. Americaâs economic, political, and military decline is a reality that is expressing itself gradually and increasingly rapidly across various fieldsâfirst and foremost through the financial-economic crisis and then the social crisis, which is knocking ever more forcefully at the door of the American interior and which has become virtually certain in the forecasts of the worldâs leading economists, including American economists themselves.
Fourth: Washingtonâs escalation in Venezuela is a concrete implementation of the newly announced national security strategy, whose central title is retrenchment to the Western Hemisphere and an attempt to secure it (that is, to place it under complete US hegemony), in parallel with comprehensive retrenchment and global repositioning, shedding the âburdens of NATOâ, and âreversing the direction of globalizationâ.
Fifth: Retrenchment from global control and from globalization, in its process, means that the US ceases to be a global superpower; it means a gradual descent down the ladder of historical development toward a phase of regional controlânamely, the historical phase in which the 1823 Monroe Doctrine prevailed, which stipulated non-interference by European powers in the affairs of the Western Hemisphere in exchange for Americaâs commitment not to interfere in European affairs.
Sixth: The assumption that the poles opposed to Washington were unable to do anything to save Venezuela or Maduro, and taking that as evidence of weakness, reflects a failure to understand how international conflict unfolds. What the rising polesâprimarily, China, Russia, and Indiaâseek is comprehensive American retrenchment, alongside continued global attrition, and continued advance and superiority primarily in the arenas of real material production, upon which financial, political, and military dominance are built. Avoiding slipping into major direct confrontations is a core part of todayâs management of international conflict, in which rising states seek to smooth the path of American decline and retrenchment, culminating in a âcollapse in placeâ, whose most dangerous aspect is the dust it raises without causing additional global damage. In short, Venezuela, for Washington, will be akin to Afghanistan for the Soviet Union.
Seventh: Those crushed by American brutality and those terrified by it share have in common jumping over a repeatedly objective historical law: empires collapse precisely at the moment of their maximum military-war expansion and activity; because such expansion has always been an expression of the closing of horizons for resolving internal crises, thus exporting them abroad. The Washington-led Western system reached its maximum possible expansion across the entire world after the collapse of the Soviet Union.
Finally: Regarding what concerns us directly in Syria, we should learn the lesson repeated hundreds of times: the US can never be an ally under any circumstances. When Washington praises you or deals with you positively (such as Trumpâs call to Maduro hours before the kidnapping operation, or Trumpâs reassurances to Iran hours before bombing it), you should âbe alarmedâ!
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•NEUER BEITRAG05.01.2026, 22:11 Uhr
EDIT: FPeregrin
05.01.2026, 22:24 Uhr
05.01.2026, 22:24 Uhr
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US-Angriffskrieg gegen Venezuela
Jacobin heute:»Die gröĂte Bedrohung fĂŒr eine sozialistische Zukunft ist der US-Imperialismus«
Wie sehen AnhĂ€nger der Bolivarischen Revolution die Zukunft Venezuelas nach der völkerrechtswidrigen Aggression der USA und der EntfĂŒhrung Maduros? Um das herauszufinden, hat Jacobin mit dem ehemaligen venezolanischen Diplomaten Carlos Ron gesprochen.
Interview mit Carlos Ron gefĂŒhrt von Bhaskar Sunkara
Ăbersetzung von Tim Steins
Am 3. Januar haben die USA Venezuela militĂ€risch angegriffen, den PrĂ€sidenten NicolĂĄs Maduro entfĂŒhrt und eine Reihe von LuftschlĂ€gen durchgefĂŒhrt. Dieses Vorgehen stellt einen schwerwiegenden VerstoĂ gegen das Völkerrecht dar und birgt die Gefahr, einen gröĂeren Konflikt in der Region auszulösen.
Um zu verstehen, wie Vertreter der venezolanischen Regierung und AnhĂ€nger des bolivarischen Projekts die jĂŒngsten Ereignisse interpretieren und was ihrer Meinung nach als NĂ€chstes zu erwarten ist, sprach Jacobin-GrĂŒnder Bhaskar Sunkara am 4. Januar mit dem ehemaligen Diplomaten Carlos Ron, der in von Sanktionen und diplomatischen Konflikten geprĂ€gten Zeiten jahrelang als einer der wichtigsten Ansprechpartner der Regierung Venezuelas in den Vereinigten Staaten fungierte.
Carlos, kannst Du Dich bitte kurz unserem Publikum vorstellen?
Heute bin ich als unabhĂ€ngiger geopolitischer Forscher und Analyst tĂ€tig, zuvor war ich aber im venezolanischen AuswĂ€rtigen Dienst beschĂ€ftigt. Ich habe Venezuela in Brasilien und in den USA vertreten und war von Mai 2018 bis Januar 2025 als stellvertretender AuĂenminister fĂŒr die Region Nordamerika zustĂ€ndig.
Heute bin ich als unabhĂ€ngiger geopolitischer Forscher und Analyst tĂ€tig, zuvor war ich aber im venezolanischen AuswĂ€rtigen Dienst beschĂ€ftigt. Ich habe Venezuela in Brasilien und in den USA vertreten und war von Mai 2018 bis Januar 2025 als stellvertretender AuĂenminister fĂŒr die Region Nordamerika zustĂ€ndig.
Davor hast Du eine ganze Weile in den USA gelebt und studiert. Wie ist es dazu gekommen, dass Du Dich mit der Bolivarischen Revolution unter Hugo ChĂĄvez identifiziert hast und fĂŒr sie aktiv geworden bist? Was hat sie fĂŒr Dich bedeutet?
Als Migrant in den USA zu leben, hilft dabei, ein Klassenbewusstsein zu entwickeln, Ungleichheit zu erkennen und sich fĂŒr soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Die USA haben eine lange Geschichte sozialer KĂ€mpfe und Prozesse, die wirklich inspirierend sind und eine progressive politische Ideologie prĂ€gen können. Die Bolivarische Revolution brach aus, als ich mich mit ebendiesen politischen Ideen beschĂ€ftigte. FĂŒr mich war es daher logisch und wirkte wie ein Aufruf, dieses Projekt, das die Ausarbeitung einer neuen Verfassung und die Radikalisierung der Demokratie forderte, zu unterstĂŒtzen und mich den BemĂŒhungen anzuschlieĂen, die Gesellschaft zu verĂ€ndern.
Mein GroĂvater war aktiv gegen die von den USA unterstĂŒtzte faschistische Diktatur von Marcos PĂ©rez JimĂ©nez. ChĂĄvezâ Forderungen trafen daher einen Nerv in meiner persönlichen Geschichte. Aber sie passen auch zu radikalen Traditionen der USA â zu den Ideen von Martin Luther King Jr. und Malcolm X â und zu der Vorstellung, dass das Leid der Armen ĂŒberwunden werden muss, sei es in den Appalachen, der South Bronx oder in Barlovento in Venezuela.
Was kannst Du ĂŒber den aktuellen Zustand der venezolanischen Exekutive sagen? Wie werden jetzt gerade Entscheidungen getroffen, angesichts des groĂen Drucks vonseiten einer aggressiven imperialistischen MilitĂ€rmacht?
Am Abend des 3. Januar 2026 hat das Verfassungsgericht von Venezuela entschieden, dass aufgrund der EntfĂŒhrung von PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro durch das US-MilitĂ€r die VizeprĂ€sidentin Delcy RodrĂguez vorĂŒbergehend als PrĂ€sidentin vereidigt werden muss, um die FortfĂŒhrung der RegierungsgeschĂ€fte sowie die Verteidigung der Nation zu sichern. Alle Mitglieder des Kabinetts, alle Befehlshaber der StreitkrĂ€fte und alle weiteren FĂŒhrungskrĂ€fte der Landesregierungen sind weiterhin im Amt. Aktuell lĂ€sst sich sagen: Venezuela hat einen verfassungsmĂ€Ăigen PrĂ€sidenten, NicolĂĄs Maduro, der entfĂŒhrt wurde, aber es hat kein Regime Change stattgefunden.
Was funktioniert in Venezuela gerade normal und was ist in Mitleidenschaft gezogen, sei es Kommunikation, Energie, Transport oder RegierungsfĂŒhrung?
Der GroĂteil des Landes lĂ€uft normal weiter â die Kommunikation funktioniert und die öffentlichen, privaten und kommunalen Medien machen ihre Arbeit wie gewohnt. Aus den Gebieten, die von den Angriffen betroffen waren, gibt es Berichte ĂŒber StromausfĂ€lle. Auch die FlughĂ€fen in La Carlota und Charallave wurden angegriffen. Kommerzielle FlĂŒge an den wichtigsten FlughĂ€fen des Landes sollen allerdings bald schon wieder starten. Abgesehen von der EntfĂŒhrung des PrĂ€sidenten laufen die RegierungsgeschĂ€fte gröĂtenteils weiter und sind nicht beeintrĂ€chtigt, wĂŒrde ich sagen.
Wie hat sich das venezolanische MilitÀr politisch positioniert?
Der Verteidigungsminister hat in der Nacht des Angriffs mitgeteilt, die venezolanischen StreitkrĂ€fte seien mobilisiert, um das Land zu verteidigen und sich gegen die militĂ€rische Aggression der USA sowie die EntfĂŒhrung des PrĂ€sidenten zu wehren. TatsĂ€chlich zeigt das MilitĂ€r angesichts der Aggression von auĂen einen klaren Zusammenhalt und Einigkeit. Im Land ist es im GroĂen und Ganzen ruhig und die Dinge nehmen weitgehend ihren normalen Lauf.
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•NEUER BEITRAG05.01.2026, 22:18 Uhr
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Kritiker sagen, das bolivarische Projekt baue heute eher auf Zwang und Repression als auf VolkssouverĂ€nitĂ€t. Was kannst Du fĂŒr Belege dafĂŒr anfĂŒhren, dass es echte UnterstĂŒtzung fĂŒr die Regierung gibt?
Dieses Narrativ wird von Leuten verbreitet, die es ĂŒber Jahre hinweg nicht geschafft haben, populĂ€re UnterstĂŒtzung fĂŒr ihr neoliberales und konservatives politisches Projekt zu bekommen. Dass sie sie nicht bekommen, liegt am groĂen Einfluss, den die Bolivarische Revolution auf die Ăberwindung von Armut, politischer Exklusion und Entrechtung hatte. Wenn man es vergleichen möchte, hatte das bolivarische Projekt fĂŒr die marginalisierten Massen Venezuelas denselben Einfluss wie der New Deal und die BĂŒrgerrechtsbewegung auf die entrechteten Bevölkerungsschichten der USA im 20. Jahrhundert.
Die extremistische Opposition hat oft versucht, ihre politischen Misserfolge zu verschleiern, indem sie der Regierung Nötigung oder Zwang vorwirft. Doch der bolivarische Prozess ist aufgrund seiner direkten und partizipativen Aspekte bei der Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor sehr beliebt. Die Menschen haben das GefĂŒhl, dass sie einen direkt zugĂ€nglichen Raum haben, wo sie ihren Willen Ă€uĂern, öffentliche MaĂnahmen, die sie betreffen, in den Vordergrund stellen und Entscheidungen beeinflussen können.
Die Opposition hingegen hat immer wieder gezeigt, dass sie nicht in der Lage ist, Leute zu mobilisieren. Es ist doch bezeichnend, dass sie selbst in einem Moment, in dem der PrĂ€sident entfĂŒhrt wurde, nicht die Kraft hat, eine nennenswerte Mobilisierung zu organisieren. Stattdessen waren die StraĂen Venezuelas heute voller RegierungsanhĂ€nger und Menschen, die eine auslĂ€ndische Intervention ablehnen.
Was wĂŒrdest Du Menschen â auch aus Venezuela â sagen, die gegen eine Intervention der USA sind, aber auch die Demokratie-Bilanz und die Wirtschaftspolitik der venezolanischen Regierung kritisieren?
ZunĂ€chst wĂŒrde ich ihnen fĂŒr ihren Patriotismus gegen den US-Interventionismus danken. Niemand kann sein Land lieben und gleichzeitig um auslĂ€ndische Einmischung bitten; das ist ein Widerspruch. Andere Meinungsverschiedenheiten, die wir in der Wirtschaftspolitik oder in anderen politischen Fragen haben, mĂŒssen friedlich und intern unter den Menschen Venezuelas gelöst werden, nicht durch auslĂ€ndische Akteure.
Sprechen wir ĂŒber die ökonomische Lage im Land. Verbessert sie sich trotz des Drucks der USA? FĂŒhrst Du die schwierige Lage in den vergangenen zehn Jahren allein auf die anhaltenden Sanktionen und die Wirtschaftsblockade zurĂŒck â oder siehst Du auch wirtschaftspolitische Fehler der venezolanischen Regierung?
Das gröĂte ökonomische Problem Venezuelas sind seit 2015 die US-Sanktionen, vor allem gegen die Ălindustrie. Die Verluste der Branche waren gravierend: Die Einnahmen 2020 waren zum Beispiel um 90 Prozent niedriger als noch 2014. Die Regierung von PrĂ€sident Maduro hat aber MaĂnahmen zur wirtschaftlichen Erholung ergriffen, die laut der UN-Wirtschaftskommission fĂŒr Lateinamerika und die Karibik (ECLAC) zu einem Wirtschaftswachstum von 9 Prozent zum Jahresende 2025 gefĂŒhrt haben. Die venezolanische Wirtschaft ist in den letzten zwanzig Quartalen in Folge gewachsen.
Das wurde geschafft, indem vierzehn sogenannte Produktivmotoren oder -sektoren geschaffen wurden, die sich schnell entwickelt haben. Das war wegen der Sanktionen auch bitter nötig. Ein Beispiel ist die Lebensmittelproduktion: FrĂŒher war Venezuela stark von Importen abhĂ€ngig, doch die Branche hat sich inzwischen so weit entwickelt, dass das Land jetzt ĂŒber 80 Prozent seines Lebensmittelbedarfs selbst deckt.
Inwieweit hat der bolivarische Prozess es geschafft, eine dauerhafte Basis in der Bevölkerung aufzubauen â und wo ist er diesbezĂŒglich gescheitert?
Ich denke, die Kommunen in bestimmten Gebieten mit ihrer direkten demokratischen Partizipation sind der gröĂte und nachhaltigste Erfolg der Revolution. Das ist meiner Meinung nach die gröĂte Errungenschaft. Allerdings hatten nicht alle Teile des Landes die gleichen Voraussetzungen, um solche kommunalen Prozesse gleichermaĂen zu entwickeln. Geografische, kulturelle und wirtschaftliche Bedingungen haben es in anderen Teilen des Landes schwierig gemacht, Ă€hnlich erfolgreiche Projekte aufzubauen. Ich denke, dass die Bedingungen dafĂŒr geschaffen werden können, aber es ist eine Frage der Zeit, bis sie sich wirklich entwickeln und entfalten.
Sollte die aktuelle Krise nicht zur Beendigung des bolivarischen Projekts fĂŒhren, sondern eine Erneuerung forcieren â was könnten die Quellen solcher Erneuerung innerhalb von Venezuela sein?
Diese Krise wird meiner Ansicht nach zeigen, wie wichtig es ist, den gemeinschaftlich-kommunalen Prozess zu vertiefen und gleichzeitig sicherzustellen, dass wir als Nation in der Lage sind, uns gegen auslĂ€ndische Aggressionen und AbhĂ€ngigkeiten zu verteidigen. Ich glaube, dass der kommunale Prozess erfolgreich war, um BĂŒrokratismus zu ĂŒberwinden und eine engere Vernetzung zu ermöglichen. Die Krise dĂŒrfte diesem Prozess neuen Schwung verleihen. Je stĂ€rker der kommunale Prozess konsolidiert ist, desto besser lĂ€sst sich seine Unumkehrbarkeit sichern.
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Kritiker sagen, das bolivarische Projekt baue heute eher auf Zwang und Repression als auf VolkssouverĂ€nitĂ€t. Was kannst Du fĂŒr Belege dafĂŒr anfĂŒhren, dass es echte UnterstĂŒtzung fĂŒr die Regierung gibt?
Dieses Narrativ wird von Leuten verbreitet, die es ĂŒber Jahre hinweg nicht geschafft haben, populĂ€re UnterstĂŒtzung fĂŒr ihr neoliberales und konservatives politisches Projekt zu bekommen. Dass sie sie nicht bekommen, liegt am groĂen Einfluss, den die Bolivarische Revolution auf die Ăberwindung von Armut, politischer Exklusion und Entrechtung hatte. Wenn man es vergleichen möchte, hatte das bolivarische Projekt fĂŒr die marginalisierten Massen Venezuelas denselben Einfluss wie der New Deal und die BĂŒrgerrechtsbewegung auf die entrechteten Bevölkerungsschichten der USA im 20. Jahrhundert.
Die extremistische Opposition hat oft versucht, ihre politischen Misserfolge zu verschleiern, indem sie der Regierung Nötigung oder Zwang vorwirft. Doch der bolivarische Prozess ist aufgrund seiner direkten und partizipativen Aspekte bei der Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor sehr beliebt. Die Menschen haben das GefĂŒhl, dass sie einen direkt zugĂ€nglichen Raum haben, wo sie ihren Willen Ă€uĂern, öffentliche MaĂnahmen, die sie betreffen, in den Vordergrund stellen und Entscheidungen beeinflussen können.
Die Opposition hingegen hat immer wieder gezeigt, dass sie nicht in der Lage ist, Leute zu mobilisieren. Es ist doch bezeichnend, dass sie selbst in einem Moment, in dem der PrĂ€sident entfĂŒhrt wurde, nicht die Kraft hat, eine nennenswerte Mobilisierung zu organisieren. Stattdessen waren die StraĂen Venezuelas heute voller RegierungsanhĂ€nger und Menschen, die eine auslĂ€ndische Intervention ablehnen.
Was wĂŒrdest Du Menschen â auch aus Venezuela â sagen, die gegen eine Intervention der USA sind, aber auch die Demokratie-Bilanz und die Wirtschaftspolitik der venezolanischen Regierung kritisieren?
ZunĂ€chst wĂŒrde ich ihnen fĂŒr ihren Patriotismus gegen den US-Interventionismus danken. Niemand kann sein Land lieben und gleichzeitig um auslĂ€ndische Einmischung bitten; das ist ein Widerspruch. Andere Meinungsverschiedenheiten, die wir in der Wirtschaftspolitik oder in anderen politischen Fragen haben, mĂŒssen friedlich und intern unter den Menschen Venezuelas gelöst werden, nicht durch auslĂ€ndische Akteure.
Sprechen wir ĂŒber die ökonomische Lage im Land. Verbessert sie sich trotz des Drucks der USA? FĂŒhrst Du die schwierige Lage in den vergangenen zehn Jahren allein auf die anhaltenden Sanktionen und die Wirtschaftsblockade zurĂŒck â oder siehst Du auch wirtschaftspolitische Fehler der venezolanischen Regierung?
Das gröĂte ökonomische Problem Venezuelas sind seit 2015 die US-Sanktionen, vor allem gegen die Ălindustrie. Die Verluste der Branche waren gravierend: Die Einnahmen 2020 waren zum Beispiel um 90 Prozent niedriger als noch 2014. Die Regierung von PrĂ€sident Maduro hat aber MaĂnahmen zur wirtschaftlichen Erholung ergriffen, die laut der UN-Wirtschaftskommission fĂŒr Lateinamerika und die Karibik (ECLAC) zu einem Wirtschaftswachstum von 9 Prozent zum Jahresende 2025 gefĂŒhrt haben. Die venezolanische Wirtschaft ist in den letzten zwanzig Quartalen in Folge gewachsen.
Das wurde geschafft, indem vierzehn sogenannte Produktivmotoren oder -sektoren geschaffen wurden, die sich schnell entwickelt haben. Das war wegen der Sanktionen auch bitter nötig. Ein Beispiel ist die Lebensmittelproduktion: FrĂŒher war Venezuela stark von Importen abhĂ€ngig, doch die Branche hat sich inzwischen so weit entwickelt, dass das Land jetzt ĂŒber 80 Prozent seines Lebensmittelbedarfs selbst deckt.
Inwieweit hat der bolivarische Prozess es geschafft, eine dauerhafte Basis in der Bevölkerung aufzubauen â und wo ist er diesbezĂŒglich gescheitert?
Ich denke, die Kommunen in bestimmten Gebieten mit ihrer direkten demokratischen Partizipation sind der gröĂte und nachhaltigste Erfolg der Revolution. Das ist meiner Meinung nach die gröĂte Errungenschaft. Allerdings hatten nicht alle Teile des Landes die gleichen Voraussetzungen, um solche kommunalen Prozesse gleichermaĂen zu entwickeln. Geografische, kulturelle und wirtschaftliche Bedingungen haben es in anderen Teilen des Landes schwierig gemacht, Ă€hnlich erfolgreiche Projekte aufzubauen. Ich denke, dass die Bedingungen dafĂŒr geschaffen werden können, aber es ist eine Frage der Zeit, bis sie sich wirklich entwickeln und entfalten.
Sollte die aktuelle Krise nicht zur Beendigung des bolivarischen Projekts fĂŒhren, sondern eine Erneuerung forcieren â was könnten die Quellen solcher Erneuerung innerhalb von Venezuela sein?
Diese Krise wird meiner Ansicht nach zeigen, wie wichtig es ist, den gemeinschaftlich-kommunalen Prozess zu vertiefen und gleichzeitig sicherzustellen, dass wir als Nation in der Lage sind, uns gegen auslĂ€ndische Aggressionen und AbhĂ€ngigkeiten zu verteidigen. Ich glaube, dass der kommunale Prozess erfolgreich war, um BĂŒrokratismus zu ĂŒberwinden und eine engere Vernetzung zu ermöglichen. Die Krise dĂŒrfte diesem Prozess neuen Schwung verleihen. Je stĂ€rker der kommunale Prozess konsolidiert ist, desto besser lĂ€sst sich seine Unumkehrbarkeit sichern.
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•NEUER BEITRAG05.01.2026, 22:22 Uhr
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Blicken wir auf den Rest Lateinamerikas: Siehst Du den Angriff als Zeichen dafĂŒr, dass die USA kĂŒnftig keine Toleranz mehr fĂŒr linke SouverĂ€nitĂ€t in der Region zeigen werden? Und was bedeutet das fĂŒr sozialdemokratische Regierungen wie die Brasiliens oder fĂŒr Staaten wie Kuba?
Ich denke, die USA wollen ihre Dominanz ĂŒber das, was sie historisch als ihren Einflussbereich betrachtet haben, wieder stĂ€rken. Laut dem Project 2025 der MAGA-Bewegung ist ein solches »re-hemisphering« notwendig, um Lieferketten und die wirtschaftliche Dominanz der USA zu sichern. In der kĂŒrzlich veröffentlichten Nationalen Sicherheitsstrategie wird auch darĂŒber nachgedacht, die alte Monroe-Doktrin umzugestalten, um die Kontrolle der USA ĂŒber die strategischen Ressourcen der Region zu sichern.
Angesichts dieser Entwicklungen scheint es, als wolle Washington unabhĂ€ngige Projekte, die nicht mit seinen Zielen ĂŒbereinstimmen, unterdrĂŒcken oder zerschlagen. Wir haben bereits Einmischungsversuche bei Wahlen beobachtet, beispielsweise in Argentinien oder Honduras. Ebenso haben wir Drohungen und Nötigung gegen nicht-radikale progressive Projekte gesehen, beispielsweise in Kolumbien, Brasilien oder Mexiko. RevolutionĂ€rere Projekte wie die in Venezuela und Kuba sind indes direkte Ziele von Aggression.
Wie koordinieren sich die lateinamerikanischen linken Parteien, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen?
Gesellschaftliche, soziale und andere Basisorganisationen in der Region mĂŒssten sich darĂŒber austauschen, wie eine gemeinsame Mindest-Agenda aussehen könnte. In Venezuela gab es 2023 und 2024 eine Initiative namens »Globale soziale Alternative«. Dort wurde versucht, eine solche gemeinsame Agenda auf die Beine zu stellen. Es gab auch andere derartige AnsĂ€tze. Insgesamt mĂŒssen sektiererische Spaltungen ĂŒberwunden und praktische Lösungen fĂŒr die alltĂ€glichen Probleme unserer Völker gefunden werden; in den Debatten muss man sich solidarisch zeigen und die transformativen sowie revolutionĂ€ren Projekte in Kuba, Nicaragua und Venezuela verteidigen; und es mĂŒssen die Grundlagen fĂŒr eine gemeinsame kulturelle IdentitĂ€t der Linken geschaffen werden.
Wie sieht es mit der Friedensbewegung in den USA aus; was können diese Menschen gerade jetzt tun?
Ich finde, die US-Antikriegsbewegung hat bereits viel getan, um die Aggression gegen Venezuela zu kritisieren. Vielleicht sollte die Bewegung aber mehr BrĂŒcken zu politischen Organisationen bauen und so ihre StĂ€rken besser zur Geltung bringen.
Wie wĂŒrde eine erfolgreiche Erneuerung der Bolivarischen Revolution in fĂŒnf Jahren aussehen â und wie eine Niederlage?
In fĂŒnf Jahren wĂŒrde Erneuerung bedeuten: stĂ€rkere Kommunen, eine bessere Zusammenarbeit zwischen Basisorganisationen und staatlichen Institutionen sowie ein souverĂ€neres und unabhĂ€ngigeres Land. Eine Niederlage wĂ€re hingegen eine RĂŒckkehr zu Neoliberalismus und US-Einflussnahme.
Was motiviert Dich in Zeiten wie diesen, politisch aktiv oder vielleicht sogar hoffnungsvoll zu bleiben?
Ich hoffe, dass dieser Moment die lateinamerikanische Linke zu mehr Zusammenhalt und klarerer Artikulation bringen wird. Es ist keine einfache Situation â viele Linke sind frustriert ĂŒber den Aufstieg der extremen Rechten, aber ich glaube, dass die nun entstandene Zwangslage eine starke Triebkraft sein wird.
Ich meine, RevolutionĂ€re mĂŒssen politische KohĂ€renz zeigen: Wer unter vorteilhaften Bedingungen gegen Ungerechtigkeit kĂ€mpft, muss auch bereit sein, dagegen anzukĂ€mpfen, wenn sie extrem schwierig sind.
Ich glaube an Diplomatie und daran, dass man mit Offenheit und Respekt unglaubliche Erfolge erzielen kann. Deshalb werde ich immer fĂŒr Diplomatie plĂ€dieren, bevor ich irgendeine Art von Konfrontation riskiere. Ich engagiere mich fĂŒr die Revolution, weil ich weiĂ, dass eine bessere Welt möglich ist. Ich habe gesehen, wie sie in ChĂĄvezâ Venezuela entstanden ist, und ich habe gesehen, wie sie nach der Wahl von Maduro angegriffen wurde.
Der Sozialismus ist fĂŒr mich keine Utopie. Er ist etwas Reales â schwer zu verwirklichen, aber real. Ich habe Anstrengungen und KĂ€mpfe miterlebt, um den Sozialismus aufzubauen, und ich will, dass er Erfolg hat. Die gröĂte Bedrohung fĂŒr eine sozialistische Zukunft ist der US-Imperialismus, gerade aktuell in dieser verzweifelten und gefĂ€hrlichen Phase. Die einzige Möglichkeit, den Planeten zu retten und soziale Gerechtigkeit zu schaffen, besteht darin, das Imperium zu besiegen.
Carlos Ron ist ein ehemaliger Diplomat aus Venezuela. Er war von Mai 2018 bis Januar 2025 als stellvertretender venezolanischer AuĂenminister fĂŒr die Region Nordamerika zustĂ€ndig.
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Blicken wir auf den Rest Lateinamerikas: Siehst Du den Angriff als Zeichen dafĂŒr, dass die USA kĂŒnftig keine Toleranz mehr fĂŒr linke SouverĂ€nitĂ€t in der Region zeigen werden? Und was bedeutet das fĂŒr sozialdemokratische Regierungen wie die Brasiliens oder fĂŒr Staaten wie Kuba?
Ich denke, die USA wollen ihre Dominanz ĂŒber das, was sie historisch als ihren Einflussbereich betrachtet haben, wieder stĂ€rken. Laut dem Project 2025 der MAGA-Bewegung ist ein solches »re-hemisphering« notwendig, um Lieferketten und die wirtschaftliche Dominanz der USA zu sichern. In der kĂŒrzlich veröffentlichten Nationalen Sicherheitsstrategie wird auch darĂŒber nachgedacht, die alte Monroe-Doktrin umzugestalten, um die Kontrolle der USA ĂŒber die strategischen Ressourcen der Region zu sichern.
Angesichts dieser Entwicklungen scheint es, als wolle Washington unabhĂ€ngige Projekte, die nicht mit seinen Zielen ĂŒbereinstimmen, unterdrĂŒcken oder zerschlagen. Wir haben bereits Einmischungsversuche bei Wahlen beobachtet, beispielsweise in Argentinien oder Honduras. Ebenso haben wir Drohungen und Nötigung gegen nicht-radikale progressive Projekte gesehen, beispielsweise in Kolumbien, Brasilien oder Mexiko. RevolutionĂ€rere Projekte wie die in Venezuela und Kuba sind indes direkte Ziele von Aggression.
Wie koordinieren sich die lateinamerikanischen linken Parteien, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen?
Gesellschaftliche, soziale und andere Basisorganisationen in der Region mĂŒssten sich darĂŒber austauschen, wie eine gemeinsame Mindest-Agenda aussehen könnte. In Venezuela gab es 2023 und 2024 eine Initiative namens »Globale soziale Alternative«. Dort wurde versucht, eine solche gemeinsame Agenda auf die Beine zu stellen. Es gab auch andere derartige AnsĂ€tze. Insgesamt mĂŒssen sektiererische Spaltungen ĂŒberwunden und praktische Lösungen fĂŒr die alltĂ€glichen Probleme unserer Völker gefunden werden; in den Debatten muss man sich solidarisch zeigen und die transformativen sowie revolutionĂ€ren Projekte in Kuba, Nicaragua und Venezuela verteidigen; und es mĂŒssen die Grundlagen fĂŒr eine gemeinsame kulturelle IdentitĂ€t der Linken geschaffen werden.
Wie sieht es mit der Friedensbewegung in den USA aus; was können diese Menschen gerade jetzt tun?
Ich finde, die US-Antikriegsbewegung hat bereits viel getan, um die Aggression gegen Venezuela zu kritisieren. Vielleicht sollte die Bewegung aber mehr BrĂŒcken zu politischen Organisationen bauen und so ihre StĂ€rken besser zur Geltung bringen.
Wie wĂŒrde eine erfolgreiche Erneuerung der Bolivarischen Revolution in fĂŒnf Jahren aussehen â und wie eine Niederlage?
In fĂŒnf Jahren wĂŒrde Erneuerung bedeuten: stĂ€rkere Kommunen, eine bessere Zusammenarbeit zwischen Basisorganisationen und staatlichen Institutionen sowie ein souverĂ€neres und unabhĂ€ngigeres Land. Eine Niederlage wĂ€re hingegen eine RĂŒckkehr zu Neoliberalismus und US-Einflussnahme.
Was motiviert Dich in Zeiten wie diesen, politisch aktiv oder vielleicht sogar hoffnungsvoll zu bleiben?
Ich hoffe, dass dieser Moment die lateinamerikanische Linke zu mehr Zusammenhalt und klarerer Artikulation bringen wird. Es ist keine einfache Situation â viele Linke sind frustriert ĂŒber den Aufstieg der extremen Rechten, aber ich glaube, dass die nun entstandene Zwangslage eine starke Triebkraft sein wird.
Ich meine, RevolutionĂ€re mĂŒssen politische KohĂ€renz zeigen: Wer unter vorteilhaften Bedingungen gegen Ungerechtigkeit kĂ€mpft, muss auch bereit sein, dagegen anzukĂ€mpfen, wenn sie extrem schwierig sind.
Ich glaube an Diplomatie und daran, dass man mit Offenheit und Respekt unglaubliche Erfolge erzielen kann. Deshalb werde ich immer fĂŒr Diplomatie plĂ€dieren, bevor ich irgendeine Art von Konfrontation riskiere. Ich engagiere mich fĂŒr die Revolution, weil ich weiĂ, dass eine bessere Welt möglich ist. Ich habe gesehen, wie sie in ChĂĄvezâ Venezuela entstanden ist, und ich habe gesehen, wie sie nach der Wahl von Maduro angegriffen wurde.
Der Sozialismus ist fĂŒr mich keine Utopie. Er ist etwas Reales â schwer zu verwirklichen, aber real. Ich habe Anstrengungen und KĂ€mpfe miterlebt, um den Sozialismus aufzubauen, und ich will, dass er Erfolg hat. Die gröĂte Bedrohung fĂŒr eine sozialistische Zukunft ist der US-Imperialismus, gerade aktuell in dieser verzweifelten und gefĂ€hrlichen Phase. Die einzige Möglichkeit, den Planeten zu retten und soziale Gerechtigkeit zu schaffen, besteht darin, das Imperium zu besiegen.
Carlos Ron ist ein ehemaliger Diplomat aus Venezuela. Er war von Mai 2018 bis Januar 2025 als stellvertretender venezolanischer AuĂenminister fĂŒr die Region Nordamerika zustĂ€ndig.
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